Baby & Kind

Baby & Kind

Im Allgemeinen wird immer noch angenommen man könnte sein Kind vom ersten Tag an „verziehen“. Es würde definitiv zu einem kleinen Tyrannen werden, wenn man seine Bedürfnisse zu sehr befriedigt und keine harten Grenzen und Regeln setzt. Dazu kann ich nur aus persönlicher Erfahrung sagen: Das stimmt nicht.

Wenn du auf die wirklichen Bedürfnisse deines Kindes eingehst, intuitiv handelst beim liebevollen Grenzen setzen, deine eigenen Bedürfnisse wahrnimmst und deinem Kind verständlich machst, dann kannst du zu einer entspannteren Atmosphäre Zuhause beitragen und zur Ausgeglichenheit aller. Wenn ich von Bedürfnissen spreche, dann meine ich körperliche, emotionale und geistige Bedürfnisse. Nicht etwa das Verlangen nach mehr Zucker oder Smartphone. Das sind zweierlei Dinge.

Gemeinsam wachsen

Außerdem sollten wir uns wirklich bewusst machen wie feinfühlig und offen unsere Kinder für unser Verhalten und Aussagen sind. Handeln oder Argumentieren wir gegen unsere Überzeugung, so wird unser Nachwuchs uns das ganz deutlich spiegeln. Entweder indem dein Kind schreit, “Nein” sagt, anfängt zu diskutieren oder einen Wutanfall bekommt. Auch spiegeln uns unsere Kinder unsere momentane emotionale Lage. Bist du etwa wütend, zeigst dies aber nicht so lässt dein Kind die Emotionen raus die es von dir wahrnimmt. Es spiegelt dich und will dir diesen Missstand aufzeigen. Sobald du das erkannt hast kannst du im ersten Schritt mit deinem Kind sprechen.

Kommunikation auf Augenhöhe ist eines der wichtigsten Elemente in Beziehungen. Erkläre deinem Kind wie deine Gefühlslage aussieht. Sag ihm, dass du etwa traurig oder wütend bist oder, dass dich der ganze Tag so ausgelaugt hat, dass du keine Lust mehr hast etwas anderes zu tun. Dein Kind wird es verstehen, auch wenn es deine Aussage nicht akzeptieren möchte. Genauso wie es uns als “erwachsenen” schwer fällt gewisse Aussagen oder Gegebenheiten zu akzeptieren fällt es unseren Kindern schwer. Aber je mehr du selbst in Akzeptanz und Dankbarkeit geübt bist wird es auch deinem Kind leichter fallen. Wir als Eltern haben die Aufgabe uns endlich wieder unsere Gefühlen und Ängsten bewusst zu machen. Sobald heftige und tiefgreifende Emotionen in dir hochkommen kannst du diese aus der Unbewusstheit befreien und lösen.

Du als Elternteil hast die Chance durch dein(e) Kinder zu lernen. Du kannst lernen deine Gefühle nicht mehr zu unterdrücken, sondern sie auf angemessene Art raus- und loslassen. Dein Kind hilft dir auf intuitiv richtige weiße deine Gefühle zu erkennen, etwa indem es nicht ausgelebtes spiegelt. So haben wir alle die Chance miteinander zu wachsen und voneinander zu lernen.

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