Körpergefühl, Natürlich Leben

Körpergefühl

[Werbung, nicht beauftragt]

Habe ich ein gutes Körpergefühl? Und kenne ich die Signale und den Zyklus meines Körpers eigentlich? 

Ich dachte ich hätte ein gutes Körpergefühl und würde meinen Körper ganz gut kennen. Jetzt weiß ich das dem nicht so war. Aber mal von Anfang.

3 Monate nach der Geburt meiner Tochter lies ich mir eine fünf Jahres Hormonspiral, die Mirena, für 370Euro einsetzen. Ich hatte vor der Schwangerschaft über 10 Jahre die Pille genommen und wollte mich um nichts kümmern. Auch wollte ich nicht erneut schwanger werden. Und da mir die Pille damals ganz “gut bekam” hatte ich wenig Bedenken wegen der Hormone in meinem Körper.

Mir wurde in einem Vorgespräch vom Arzt versichert, dass die Spirale, im Gegensatz zur Pille, nur „lokal“ wirke und dadurch auch besonders Stillverträglich wäre. Ich hörte also nur das was für mich zu der Zeit richtig war. Nach der Beratung lies ich mir die Spirale legen. Erst hatte ich mehrere Monate leichte Schmierblutungen, aber das legte sich irgendwann von selbst. Danach war ich eigentlich zufrieden, ich hatte keine Periode mehr, war unfruchtbar und somit „sicher“.

Die Abwärtsspirale

Im Nachhinein kann ich die dann folgenden Gefühle und körperlichen Reaktionen gar nicht mehr datieren, aber es kam eine ganze Flutwelle davon. Alles durch die Spirale. Ich fing an meinen Mann zu hassen, war reizbar, erlebte ein starkes Gefühlschaos, hatte irgendwann einen totalen Libidoverlust. Als dann aber meine Blockade im Sakralchakra während des Aura Lesens November 2019 gelöst wurde, erkannte ich, dass die Spirale mein Problem ist und war. Dass sich eine Blockade in meinem Sakralchakra gelöst hatte, begriff ich erst einige Zeit später. Direkt nach dem Aura Lesen begann meine Gebärmutter zu pulsieren, ich verstand es nicht. Auch verstand ich nicht was mir mein Sakralchakra damit sagen wollte. Danach bekam ich, zusätzlich zu den anderen Symptomen wie Reizbarkeit und Libidoverlust, tägliche Unterleibsschmerzen, mal mehr mal weniger.

Nach knapp 1,5 Jahren hatte ich schließlich für mich die Entscheidung gefällt mir die Spirale wieder ziehen zu lassen. Geld hin oder her, nichts war und ist mir wichtiger als meine Gesundheit in Geist und Körper. Außerdem entschied ich mich in dieser Zeit dazu mit einer hormonfreien und natürlichen Verhütungsmethode zu beginnen. Ich wollte meinem Körper weder weitere Chemikalien noch Hormone zumuten. Es reichte.

Natürliche Familien Planung (NFP)

Die Methode meiner Wahl war die Natürliche Familien Planung (NFP) nach Sensiplan. Eine alte Freundin aus dem Studium hatte mir vor Jahren das erste Mal davon erzählt. Bald trafen wir uns und sie lieh mir ihre Bücher dazu aus. Ich löcherte sie mit Fragen zur Methode und wir verbrachten Zeit mit unseren Töchtern.

Erst als ich mich mehr mit natürlicher Familien Planung beschäftigte fiel mir auf, dass ich mich in puncto Köpergefühl geirrt hatte. Ich war immer der Meinung ein gutes Körpergefühl zu haben und die Signale meines Körpers ganz gut deuten zu können. Wie sehr ich mich doch getäuscht hatte. Je mehr ich mich über die natürliche Empfängnisverhütung informierte fiel mir auf, dass ich weder meinen Zyklus, die Zykluslänge, meinen Zervixschleim noch sonst etwas verstand. Ich wusste rein gar nichts darüber wie mein Zervixschleim sich veränderte. Wann er mehr oder weniger wurde. Oder wann und warum sich die Farbe und Konsistenz meines Schleims veränderte. Noch nie hatte ich mich mit meinem Gebärmutterhals beschäftigt. Auch war für mich meine Menstruation vor der Geburt meiner Tochter auch eher eine Last. 

Ich verstand langsam, dass mein Zyklus etwas sehr Wertvolles ist und immer war. In den verschiedenen Zyklusstadien hatte ich mal sehr viel Energie, dann aber brauchte ich mehr Ruhe und Erholung. Mein Körper zeigte mir das was er brauchte. Und ich konnte es dann auch endlich deuten und verstehen. Für mich lüftete sich endlich ein großes Geheimnis, das aber eigentlich nie ein Geheimnis war. Denn jede Frau kann durch reine Selbstbeobachtung die Kenntnis über ihren Körper und Zyklus erlangen. Endlich ein “richtiges” Körpergefühl zu bekommen. Es braucht nur ein wenig Geduld und die passende Lektüre zu den körperlichen Reaktionen. 

Die Menstruationstasse

Noch bevor ich mir die Spirale im Dezember 2019 ziehen ließ kaufte ich mir einen Menstruationstasse in einem Drogeriemarkt. Die Tasse der Marke T.O.C. hatte ich erst mal in Größe M gewählt. Da ich ein Kind hatte und keine Ahnung hatte wie stark oder schwach meine Regelblutung jetzt sein würde, sollte die Größe M erst mal passen. T.O.C. habe ich ausgewählt, weil vegan, aus medizinischem Silikon und keine Weichmacher. Auch die nicht vorhandene Farbe der Tasse hatte mich überzeugt. Obendrein gab es, außer einem Blickfenster, kein weiteres Plastik in und an der Verpackung. Andere Marken bieten zusätzlich z.B. einen Reinigungsbehälter aus Plastik an. Bei T.O.C. gibt es “lediglich” noch für Aufbewahrung und Transport ein Baumwoll-Säckchen. Das war in meinen Augen ein weiterer Pluspunkt.

Meine erste Menstruation nach der Geburt

Am Morgen nachdem die Spirale Dezember 2019 raus war fing ich mit NFP an. Ich maß meine Körpertemperatur direkt nach dem Aufwachen und untersuchte meinen Muttermund. Am Abend setze auch schon meine erste, richtige Menstruation, nach der Geburt, ein. Die Ärztin für die NFP Beratung sagte mir hinterher, dass es keine Abbruchblutung nach der Entnahme der Spirale geben würde. Demnach musste es also meine Periode sein. Ich hatte riesiges Glück, mein Körper hatte sich schon auf die hormonfreie Situation im vornherein ausgerichtet. Jetzt konnte mein Körper endlich wieder seiner Reinigungsfunktion nachgehen. Denn nichts anderes stellt die Menstruation einer Frau dar. Sie ist eine effektive Reinigungsmethode des Körpers, um nicht mehr benötigtes loszulassen und sich dadurch zu regenerieren.

Ich probierte sofort die gekaufte Menstruationstasse aus. Es funktionierte wunderbar und ich war sofort begeistert. Jedoch merkte ich auch schnell, dass ich an den ersten zwei Tagen eine größere Tasse brauchte. Es floss immer ein wenig Blut an der Tasse entlang nach draußen. Mit der Größe L war das Thema dann auch erledigt. So ging es dann weiter. Ich maß meine Temperatur vor dem Aufstehen, untersuchte meinen Zervixschleim und tastete meinen Gebärmutterhals ab.

Körpergefühle

Für mich war es total aufregend und ich war so glücklich endlich meinen Körper richtig kennenzulernen. Das war ein großartiges Geschenk für mich. Endlich würde ich ein richtiges Körpergefühl bekommen. Denn dein Körpergefühl ist viel mehr als nur die Lage des Blutdrucks zu spüren, oder was deinem Darm bekommt. Es ist das große Ganze. 

Ich lernte, dass meine Temperatur nach dem Eisprung anstieg und genau dann fror ich auch schneller. Mein Zervixschleim veränderte sich stetig und war kurz vor der Menstruation entweder nicht mehr oder nur noch wenig vorhanden. Mein Gebärmutterhals war während des Eisprungs weit offen und weich und davor und danach hart und geschlossen. Genau zu dieser Zeit erkannte ich auch, dass meine Hauptschmerzstelle am Rücken, zwischen den Schulterblätter, zu meinem Herzchakra gehörte. Diese Stelle ist und war also das Sprachrohr meines Herzens. Jetzt verstand ich die Signale und das Drängen, das von meinem Herzen ausging. Endlich konnte ich Licht ins Dunkle bringen. Endlich hatte ich ein wirkliches Körpergefühl

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