Erwachen, Gefühle als Wegweiser, Krankheit und Gesundheit

Zweifel erkennen und Ängste beheben

Bist du verunsichert was die Richtung in deinem Leben angeht und hast Zweifel was deinen Lebensplan betrifft? Kommst du dir vor wie ein Hamster in seinem Rädchen? Dreht sich dein Hamsterrad manchmal viel zu schnell? Und du bist so ausgelaugt und kraftlos, dass du am Ende bist? Trotzdem hast du das Gefühl nicht von der Stelle zu kommen und dich in eine ganz andere Richtung zu entwickeln als die, die du eigentlich im Sinn hattest? Zweifel die kein Ende nehmen … Heute schreibe ich diesen Beitrag um genau diese Probleme zu betrachten. Ich versuche dir Ansätze zu zeigen aus dem Hamsterrad rauszukommen, dich zu ent-wickeln und dadurch auch vielleicht so manche körperlichen Symptome zu lindern.

Mein Leben ist kompliziert…

Denkt das nicht ein jeder von uns einmal? Warum ist unser individuelles Leben manchmal so kompliziert. Trotzdem haben so viele immer wieder die selben Probleme und stehen vor den selben Entscheidungen. Ich möchte dir jetzt sagen, DU bist nicht alleine mit deinen Sorgen und Ängsten. Viele, oder die meisten Menschen in unserer Gesellschaft, haben Zweifel und Ängste die uns täglich begleiten. Ängste wie z.B. Existenzangst, Verlustangst und die Angst nicht wichtig zu sein. Dabei haben wir viele Ängste durch Erziehung und Prägung angenommen, andere spiegeln unsere Persönlichkeit wieder. Der eine verzweifelt ständig, ein anderer Zweifelt nur selten. 

Beispiele zur Verdeutlichung

Existenz- und Verlustangst

Ich hatte 30 Jahre meines Lebens mehr oder weniger bewusst eine sehr große Last. Starke Existenzängste und gleichzeitig Verlustängste bestimmten mein Leben. Diese Ängste hatte ich mir von meinen Eltern angeeignet. Durch eigene Erfahrungen und auch Fremdschicksale haben meine Eltern diese Urängste entwickelt und an mich weitergegeben. Sie wollten immer, dass ich Abitur mache, studiere und aus mir etwas wird. Ich sollte viel Geld verdienen, zumindest so viel, dass ich ein gutes und unbeschwertes Leben genießen kann.

Heute erkenne ich das in voller Dankbarkeit an und bin froh, dass mich diese Ängste bis vor kurzem begleitet haben. Jedoch haben sie mich und mein Leben kontrolliert. Dadurch habe ich mein Abi gemacht und ein Studium abgeschlossen. Es war notwendig für mich diese Wege in meinem Leben zu gehen. Notwendig deshalb weil ich ohne diesen Pfad nicht zu dem Menschen hätte reifen können der ich heute bin. In dieser Hinsicht waren meine Ängste sehr hilfreich. Trotzdem konnte ich zu keiner Zeit mein Leben genießen und wirklich Dankbar sein für das was ich bin und wie ich lebe. Ich wurde von Ängsten kontrolliert, die im Endeffekt eigentlich keinerlei Bedeutung hatten.

Individueller Wert

Ein weiteres Beispiel ist das der persönlichen Wichtigkeit und Bedeutung. Viele, ja die meisten möchte ich fast behaupten, fühlen sich minderwertig und nicht wichtig. Sie nehmen sich zurück, unterdrücken ihre Gefühle und folgen dem Plan den jemand anderes oder ein kollektiv für uns vorgesehen hat. Wir machen Dinge nicht für uns sondern für Andere, leben und denken für Andere, fühlen uns verantwortlich und schuldig für Andere. Ohne an der Richtigkeit dieser Überzeugung zu Zweifeln. Die Anderen sind wichtiger als wir, oder wir wollen ihre Anerkennung und Liebe, um uns besser oder besonders zu fühlen.

Wenn wir das bis zum Äußersten betreiben ist es irgendwann soweit. Das Hamsterrad dreht sich so schnell, dass wir uns selbst verlieren, stolpern und aus dem Leben fallen. Auf körperlicher Ebene zeigt sich das oft in Form des Burnouts. Wir sind nicht mehr gesellschaftsfähig, können oder wollen uns nicht mehr weiterbewegen und sehen in nichts mehr einen Sinn. 

Zweifel an Entscheidungen

Die Angst die falsche Entscheidung getroffen zu haben, oder auch gar keine Entscheidung treffen zu können bzw. wollen begleitet eigentlich auch fast jeden von uns. Es fängt bei Kleinigkeiten an wie z.B. “Habe ich das richtige Gericht aus der Karte gewählt?” oder “Passen die Schuhe zum Outfit? Kann ich so vor die Tür?”. Es geht aber meist um die großen Dinge im Leben wie die Auswahl des Jobs, die “Planung” einer Familie oder auch die Auswahl des Partners. Immer wieder kommen uns Zweifel und die Angst das Falsche zu tun lähmt uns. Teilweise so stark, dass wir uns mit der Entscheidung Zeit lassen. Das Leben stellt uns immer wieder vor Entscheidungen die wir treffen müssen oder wollen um an persönlichem Wert und an Bedeutung zu gewinnen. 

Den Beruf den wir erwählen, wurde uns manchmal schon auferlegt. Dann haben wir gar keine Möglichkeit mehr uns zu entscheiden und das macht uns unglücklich. Oder es gibt so vieles das uns interessiert, aber nichts was wirklich passen würde. Am Ende entscheiden wir uns doch viel zu oft für Kompromisse. Der wichtigste Punkt bei unseren Kompromissen ist oft das Einkommen.  Die vermeintliche Absicherung und Verlängerung der Existenz.

Wir zögern die Familienplanung weiter hinaus, weil unsere Karriere wichtiger ist und ein Baby erst dann Platz im Leben hat, wenn das Geld und der Job stimmt. Nur schwerfällig legen wir uns für einen Partner fest. Oder wir überstürzen unsere Partnerwahl irgendwann, weil sich durch andere Pläne alles auf einmal so lange hinausgezögert hat, dass wir keine Zeit mehr haben. Schließlich will man als Frau doch ein Kind bevor man die vierzig überschritten hat…

Erfahrungen formen uns

Erfahrungen und Entscheidungen formen uns und unser Leben. Sie sind wichtig und richtig. Egal wie du dich entscheidest, es hilft dir zu erkennen. Jede Entscheidung die wir treffen bewirkt etwas. Sie verändert uns, macht uns manchmal Selbstbewusster oder sie macht uns krank. Das Selbe gilt für Zweifel. Sie können uns helfen den richtigen Weg zu wählen oder uns runter ziehen und uns dadurch schwächen. Oft ist es so, dass uns die Endgültigkeit einer getroffene Entscheidung Angst macht. Dabei ist nichts Endgültig. Wir haben jederzeit die Wahl uns anders zu entscheiden. Das Leben möchte uns nicht runter ziehen und in ein schwarzes Loch stürzen.

Krankheiten die oft in schweren Phasen des Lebens auftreten werden dann als noch größere Last und Strafe empfunden. Die Zweifel werden noch größer. Dabei zeigt uns unser Körper nur, als letzte Möglichkeit der Sprache des Lebens, dass etwas ganz gewaltig schief läuft. Diese Krankheiten sind unsere Chance Missstände in unserem Leben aufzudecken und zu beheben. Erst sind es kleinere Dinge wie Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen. Werden diese Schmerzen unterdrückt, z.B. durch Medikamente, oder ignoriert, entwickeln sie sich weiter. Sie werden chronisch oder unser Körper entwickelt andere, schlimmere Krankheiten die sich nicht mehr wegdrücken lassen. Oft machen diese Erkrankungen dann noch mehr Angst und belasten uns zusätzlich. Alles erscheint zwecklos. Der Versuch sein Leben und den Körper zu kontrollieren scheitert fast immer kläglich. 

Krankheit als Chance

Dabei helfen uns unsere Krankheiten. Unser Sein, manche sagen auch Seele, zeigt uns durch Unfälle oder schwere chronische Erkrankungen, dass unser Lebensweg bzw. unsere Lebenshaltung nicht das wahre ist. Viel zu oft handeln und reagieren wir entgegen unserer inneren Überzeugung und provozieren dadurch Unfälle und Krankheiten. Das Problem dabei ist aber auch, dass wir viel zu häufig gar nicht unsere Bedürfnisse und Überzeugungen kennen. Wir lernen nämlich selten auf unsere innere Stimme zu hören und zu achten. Auch lernen wir körperliche Symptome zu unterdrücken und als belastend zu empfinden. Wenn wir jedoch erkennen, dass uns das Leben helfen möchte und uns unterstütz, haben wir die Chance alle Missstände zu beseitigen und dadurch auch körperlich wieder gesund zu werden. Jede Krankheit enthält eine Nachricht an uns. Es liegt allein an uns es zu verstehen. 

Ego gegen Sein

Unser Ego entwickelt sich oft schon in der jüngsten Kindheit und lehrt uns ständig Angst zu haben und in Angst zu leben. Es ist der Grund, dass wir an jeder unserer Entscheidung zweifeln. Es beherrscht uns wie ein Diktator. Es kontrolliert uns und will seine Macht nicht wieder abgeben. Wir leben nicht unser Leben, sondern lassen es vom Ego leben. Deshalb sind wir lange Zeit auch blind. Manche von uns sind blind bis zum Lebensende, andere kommen mit offenen Augen und erwacht zur Welt.

Du kannst dir aber immer sicher sein, dass alles was passiert einen Grund hat. Wenn du blind ins Grab gehst, bekommst du in einem neuen Leben die Chance deine Seele zu heilen und zur Erleuchtung zu gelangen. Du bekommst so lange die Möglichkeit deine Probleme wahrzunehmen und zu erlösen wie es eben dauert. Beim einen erfolgt die Erleuchtung spontan, ein anderer braucht Jahre oder Jahrzehnte. Egal wie “schnell” es geht. Zeit ist relativ und nur in unserer Vorstellung existent. 

Trau dich und beginne DEIN Leben

Im Grunde ist jede Entscheidung die wir treffen die Richtige. Und wenn wir dann lernen auf uns zu hören, unsere Gefühle wahr und wichtig zu nehmen, körperliche Symptome zu deuten und unsere innere Stimme dadurch immer lauter werden lassen gibt es keine Zweifel mehr. Das Leben ist gut. Es stellt uns und unserem Sein Aufgaben die wir bewältigen und für uns (er-)lösen müssen. Altlasten die wir bearbeiten sollen. Innere Arbeit und Auseinandersetzung mit den Gefühlen ist für uns alle enorm wichtig. Dafür passieren uns Dinge und prägen und begegnen uns Menschen. Das nenne ich Schicksal und habe keinerlei Zweifel daran. 

Sobald du beginnst zu vertrauen und an dich und dein Leben zu glauben wirst du auch den Grund für jedes Ereignis und jede Krankheit verstehen. Es wird sich dir zu gegebener Zeit erschließen. Liebe dich selbst und erkenne deinen Wert. Du bist wertvoll weil du bist. So wie du bist, bist du richtig und wichtig. Du bist auf dieser Erde um zu wachsen, zu erwachen und dich und deine Seele zu heilen und zu erlösen. Alles hat einen Sinn, gutes wie schlechtes. Am Ende ist es immer unsere persönliche Betrachtung die alles verändert. Du hast dein Leben in deiner Hand. Ergreife die Chancen die sich dir zeigen und lebe DEIN Leben.

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